Empfehlungen

Empfehlungen zu Neurodermitis von Kinderärztin Gerda Maiwald aus München….
Eine Erkrankung mit vielen verschiedenen Namen:
Atopisches Ekzem-Atopische Dermatitis-Neurodermitis disseminata-
Neurodermitisdiffus – Neurodermitis constitutionalis – Neurodermitis atopica – Prurigo Besnier – Asthmaekzem – Asthmaprurigo – neurogene Dermatose- neuropathisches Ekzem – konstitutionelles Ekzem – Beugenekzem — Windeldermatitis …ein atopisches oder endogenes Ekzem (Neurodermitis) ist eine umfangreiche Erkrankung.
Neben einer medizinischen Diagnose sollten alle allergieauslösenden Reizstoffe vermieden werden.Insbesondere sollte bei Säuglingen und Kindern darauf geachtet werden, dass diese nicht zu früh mit diesen allergieauslösenden Reizstoffen in Berührung kommen.
Die Mutter sollte beim Stillen ihres Säuglings die “Nahrungsunverträglichkeits-Diät”einhalten.
Stillen während der ersten 4-6 Monaten (mindestens) abstillen mit geeineter Proein-Hydrolysat Formula. Allergenarme Beikost nicht vor dem 7. Monat.

Allgemeine Maßnahmen
In der Wohnung oder im Haus nicht rauchen. Wenn in einer Familie Allergien vorkommen, auf Haustiere verzichten. Bei starkem Pollenflug, besonders nachts und morgens die Fenster geschlossen halten. Zimmer mind. 3x pro Tag lüften, um Innenraumbelastung zu senken.

Ernährung
Atopiker leiden häufig unter Nahrungsmittelallergien. Zu den meisten, die oft nicht vertragen werden und deshalb verboten sind, gehören: Kuhmilch und Käse, Eier, Mayonaise, Eispeisen, Fertigsaucen, Fertiggerichte, Maggi, Ketchup, Nudeln, Essig, Senf, Curry, Honig, Marmelade, Rosinen, Bonbons, Gummibärchen, Kakao, Kekse, Kuchen, Lakritz, Pudding, Salzstangen, Schokolade, Nüsse, Sirup, sämtliche Obstsäfte, Schweinefleisch, Wurst.

Kleidung
Die Kleidung sollte aus reiner, unbehandelter Baumwolle bestehen. Auch die Eltern dürfen keine tierische Wolle tragen, wenn das Kind damit in Berührung kommen kann. Kleidung langsam ausziehen, da sonst Juckreiz ausgelöst wird; nicht zu warm anziehen. Vor dem ersten Anziehen waschen.
Vorsicht bei nicht farbfesten Kleidungsstücken, insbesondere Hosen. Wäsche gründlich spülen, Spülwasser muß klar sein. Keinen Weichspüler verwenden.

Vorsicht auch bei Waschmitteln. Imprägnierte Kleidungsstücke können ein Ekzem auslösen. Vorsicht auch bei Plastik, z.B. Schnuller und Windeln, und bei Gummi, z.B. Gummistiefel. Halbschuhe, Sandalen und Baumwoll-socken tragen, wenn die Füße befallen sind. Füße viel hoch lagern.

Schlafplatz
Matratze aus pflanzlichen Produkten, z.B. Kapok. Besteht die Matratze aus Schaumstoff, drei bis vier Lagen Baumwolltücher über sie legen, damit der Körper besser ventilieren kann. Kissen, Zudecken aus unbedenklichen Materialien wählen. Keine Gänse-, Entenfedern oder Daunen.

Urlaub
Wenn möglich an der Nordsee oder dem Atlantik verbringen. Hochgebirge geht auch, wegen dem Reizklima.

Reinigung
Kontakt mit Wasser einschränken. Das Wasser darf nicht zu warm sein. Nur 1 x wöchentlich baden. Beim Zähneputzen keine Zahnpasta benutzen, die Bürste reinigt die Zähne. Keine kosmetischen Produkte, die reizen können. (Seifen, Haarspray, Rasierwasser, Parfüm). Fingernägel kurz schneiden, um das Aufkratzen zu erschweren. Haarschnitt so tragen, dass die Haare die ekzematische Haut möglichst nicht berühren. Toilettenbrille nicht mit Desinfektionsmittel säubern. Es besteht die Gefahr eines Kontaktekzems.

Wohnungssanierung
Keine unnötigen Staubfänger, wie z.B. große Gardinen und Vorhänge. Stofftiere waschen, im Winter bei Minusgraden einfrieren lassen oder in die Tiefkühltruhe legen. Vorsicht bei Teppichböden -Hausstaubmilbenallergie. Vorsicht bei Anstrichen: Farben, Holzschutzmittel, Kleber – eventuell einen Baubiologen zu Rate ziehen.